Archiv der Kategorie: Teezubereitung

24 Aug

Der Tee-Roboter

Neben meiner innig geliebten Yixing-Teekanne habe ich noch ein weiteres Tee-Utensil geschenkt bekommen, nämlich einen Tee-Roboter. Wie auf dem Foto schön zu sehen, ist der Tee-Roboter eine sehr süße Variante des klassischen Tee-Ei oder der Tee-Zange.

Der Tee-Roboter im Ruhezustand

Ich habe den Tee-Roboter bisher im Büro ein paar Mal im Einsatz gehabt, und er hat mich rundum überzeugt. Im Vergleich zur Teezange hat er gleich mehrere Vorteile:

  • Er lässt er sich viel leichter befüllen, weil man ihn komplett aufklappen kann und dann beide Hände frei hat um die Teeblätter reinzulegen
  • Aus demselben Grund ist er auch viel leichter zu reinigen
  • Die Henkel werden nicht heiß (wie oft hab ich mir an meiner Teezange, wenn ich sie aus der Tasse holen wollte, schon die Finger verbrüht!)
  • Zum Tee-Roboter gehört auch ein Untersteller, so dass man nicht den ganzen Tisch versifft

Im Vergleich zum Tee-Ei hat er vor allem einen großen Vorteil: Er ist unglaublich süß! Allein deshalb macht das Aufgießen schon Spaß :-)

Die große Frage ist jetzt, wie lange das gute Stück hält. Die Scharniere und Verschlüsse dürften Rost und Verschleiß aller Art gute Angriffspunkte bieten.

24 Jul

Auf die Teekanne kommt’s an!

Drei Dinge auf der Welt sind höchst bedauernswert:
das Verderben bester Jugend durch falsche Erziehung,
das Schänden bester Bilder durch gemeines Angaffen
und die Verschwendung besten Tees durch unsachgemäße Behandlung.

Huizong (1082-1135)

Kaiser Huizong regierte von 1100-1126 und so wenig er offenbar von Politik verstand (in seiner Regentschaft wurde das chinesische Reich zu großen Teilen von den Jurchen erobert, weshalb er auch abdankte), um so mehr lagen ihm die schönen Künste und der Tee-Genuss am Herzen. Ein weiser Mann!

Was man mit einer wirklich guten Teekanne aus einem hochklassigen Tee herausholen kann weiß ich auch noch nicht, aber ich werde es herausfinden! Schaue mir gerade japanische Tokoname-Teekannen und chinesische Kannen aus Yixing an (die hier gefällt mir zum Beispiel sehr). Mal sehen, ob ich ein hübsches Schnäppchen finde :-)

14 Jul

Deshalb ist die Wassertemperatur so wichtig für guten Tee

Zubereitungstipps in Tee-Shops sind inzwischen zum Standard geworden. Natürlich ist es hilfreich zu wissen, dass man beim einen Tee kochendes Wasser verwenden sollte, während bei einem anderen die Wassertemperatur besser nur bei 70 Grad liegen sollte. Aber wieso ist das eigentlich so?

Dieser Frage widmete sich ein Artikel in der neuseeländischen The Dominion Post, der zwar englisch ist und sich stark mit dem Kochen von Wasser in der Mikrowelle beschäftigt, aber trotzdem die wichtigsten Dinge auf den Punkt bringt:

In heißem Wasser lösen sich hunderte verschiedener Verbindungen, die zu Geschmack und Aroma betiragen, aus den Teeblättern und schweben im Wasser. Schwarzer Tee enthält zwei Arten von Phenolen, auch bekannt als Tannine: Theaflavine und Thearubigine. Diese sind verantwortlich für die Farbe und den frischen, herben Geschmack von aufgegossenem schwarzen Tee, und sie werden nur bei Temperaturen nahe dem Siedepunkt gelöst.

Was für schwarzen Tee gilt, hat bei Grüntee allerdings katastrophale Auswirkungen, denn:

Die weichen Geschmackstöne, die am Grüntee so geschätzt werden, entstehen durch spezielle aromatische Aminosäuren, die sich ab 60°C zu lösen beginnen. Während gaumenschmeichelnde Tannine im Schwarztee erwünscht sind, entzieht kochendes Wasser dem Grüntee zu viele herben Noten und bitteres Kaffein, welche die delikaten Aminosäuren überlagern. Kaffein ist besonders löslich bei nahezu 100°C, aber deutlich weniger zwischen 63°C und 80°C, der besten Temperaturspanne für Grüntees.

Jetzt sind wir wieder ein bisschen schlauer. Gefunden bei Nicole Martin.