01 Jul

10 Dinge, die man über Tee wissen muss

Deutschland ist nach wie vor ein Land der Kaffeetrinker. Viele Menschen wissen relativ wenig über Tee, seine gesundheitsfördernde Wirkung und wie man ihn zubereitet. Das Wissen darüber zu verbreiten ist eines der Ziele meines Blogs. Hier und jetzt fasse ich die 10 wichtigsten Dinge, die man über Tee wissen muss, kurz und knapp zusammen:

  1. Grüntee und Schwarztee werden prinzipiell aus derselben Pflanze gewonnen. Alle Teesorten gehen auf zwei Grund-Teepflanzen zurück: Thea sinensis (hauptsächlich in China angebaut) und Thea assamica (Indien, Afrika, Indonesien). Ob aus den Teeblättern dann ein Grüner oder Schwarzer Tee wird, hängt von der Verarbeitungsmethode ab.
  2. Grüntee darf man auf keinen Fall mit kochendem Wasser aufgießen! Zu hohe Wassertemperaturen zerstören die empfindlichen Aromastoffe des Grüntees, man „verbrüht“ den Tee gewissermaßen. Die meisten Grüntees sollte man mit 75-80 Grad heißem Wasser aufgießen, qualitativ hochwertige Tees auch mit noch niedrigeren Temperaturen.
  3. Grüntee – jedenfalls guter Grüntee – ist nicht bitter. Wenn man ihn allerdings falsch zubereitet (z.Bsp. durch zu lange Ziehzeit oder zu heißes Wasser) kann er jedoch bitter werden.
  4. Schwarztee ist deutlich jünger als Grüntee: Der Herstellungsprozess von Schwarztee wurde erst vor wenigen Hundert Jahren entwickelt, während Grüntee in China seit Jahrtausenden in verschiedensten Variationen und Rezepturen zubereitet wird.
  5. Früchtetees und Kräutertees enthalten keine Teeblätter und haben entsprechend nichts mit echtem Tee zu tun. Ihre korrekte lebensmittelrechtliche Bezeichnung lautet „teeähnliche Aufgussgetränke“.
  6. Tee war in China über Jahrtausende vor allem ein Heilmittel. Neben der belebenden Wirkung des Koffeins ist z.B. nachgewiesen, dass Grüntee den Cholesterinspiegel senkt, hohem Blutdruck entgegen wirkt, das Krebsrisiko senkt und Karies vorbeugt.
  7. Durch die Fermentation der Teeblätter im Herstellungsprozess von Schwarztee gehen viele der gesunden, heilenden Wirkstoffe im Tee verloren. Grüntee ist also gesünder als Schwarztee.
  8. Das Koffein des Tees wird vom Körper langsamer aufgenommen als von Kaffee, wegen des höheren Gerbstoffanteils. Das gilt besonders für Grüntee, der eher eine langfristig belebende Wirkung als eine kurzfristig aufputschende hat.
  9. In Deutschland ist ca. 75% des in Deutschlands verkauften Tees Schwarztee. Grüntee wird aber immer beliebter und weist seit den achtziger Jahren stetig steigende Marktanteile auf. Bei Biotees liegen Grüntees sogar bereits etwas vor den Schwarztees.
  10. Mehr als die Häfte des Tees wird hierzulande in Supermärkten verkauft, fast die Hälfte der verkauften Teemenge sind Teebeutel. 🙁

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